Waffen weg!
 
Initiative "Waffen weg!" im Land Salzburg
Kontaktadresse: Friedensbüro Salzburg, Steingasse 47, 5020 Salzburg
Telefon und Fax 0662/873931, E-Mail: friedensbuero@salzburg.co.at

Argumente

Ein Verbot von privatem Schußwaffenbesitz ist sinnvoll, weil 

...mehr Sicherheit durch weniger Waffen Risikominimierung bedeutet, denn jede Schußwaffe birgt Gefahr. 
...Unfälle, Affekthandlungen und Mißbrauch durch ein schärferes Waffensicherheitsgesetz verhindert 
 werden könnten. 
...in Österreich sehr geringe Kriminalität herrscht, meist ist das subjektive Gefühl der Angst größer. 
...man sich die Verteidigung mit einer Waffe leichter vorstellt, als sie ist. Man hat eine natürliche Hemmung, die etwa der Einbrecher nicht hat. 
...Schußwaffen ausschließlich zum Töten geschaffen sind. Sie ermöglichen einen "Clean death", ohne Kraftanstrengung und ohne einen körperlichen Kontakt zum Opfer herstellen zu müssen. 
...in der Bevölkerung das Bewußtsein der Gefahr, die von Schußwaffen ausgeht, nicht vorhanden ist, Kinder und Jugendliche haben nicht selten Zugang zu Schußwaffen. Am sichersten ist es, wenn keine Waffe vorhanden ist. 
...auch wenige Delikte enorme Folgen durch das hohe Verletzungs- und Tötungspotential haben, der Wirkungsgrad einer Schußwaffe ist enorm hoch. 
...der kriminalpolizeiliche Beratungsdienst von einer Waffe zur eigenen Verteidigung abrät. Als sicherste Mittel gegen Einbrecher werden Hundegebell, Alarmanlagen, Wachdienste, Bewegungsmelder oder schwer überwindbare Schlösser empfohlen. 
...einem großen Teil der Bevölkerung die Einschränkung des Waffenbesitzes ein Bedürfnis ist, viele fühlen sich persönlich bedroht. 
...auch derzeitige Waffenbesitzer das Bedürfnis nach mehr Sicherheit, der Eindämmung des Waffenbesitzes und vor allem das Bedürfnis, daß in ihren eigenen Reihen keine schwarzen Schafe sitzen, signalisieren. 
...wir glauben - und damit sind wir sicherlich nicht allein -, daß die Bewahrung von Leben dem Recht, eine Waffe besitzen zu dürfen, vorgeht. 

Jäger, Sportschützen, Sammler und gefährdete Berufsgruppen (Taxilenker, Wachdienste, Berufsdetektive etc.) sollten - unter strengen Auflagen und Kontrollen - ohnehin von einem privaten Waffenbesitzverbot ausgenommen werden. 

Zu viele Schußwaffen in privater Hand  

Für uns ist klar, daß die Zahl der privaten Faustfeuerwaffen in Österreich eindeutig zu hoch ist. Derzeit besitzen rund 350.000 Menschen ein waffenrechtliches Dokument (Waffenpaß oder Waffenbesitzkarte). Damit hat in den letzten 15 Jahren nahezu eine Verdopplung stattgefunden (1986 gab es etwa 190.000 Dokumente).  

Waffen lassen Konflikte im persönlichen Umfeld eskalieren  

Eine Untersuchung des Innenministeriums liefert die entsprechenden Zahlen: Im Zeitraum von 1987 bis einschließlich 1996 (10-Jahres-Vergleich) wurden bei insgesamt 367 ausgewerteten Morden und Mordversuchen in 189 Fällen legale und in 178 illegale Schußwaffen verwendet. In 51,5 % der Fälle wurde somit eine LEGALE Schußwaffe verwendet. 

Es wurde auch differenziert in welchen Fällen Opfer und Täter in Hausgemeinschaft lebten, persönlich bekannt waren oder sich vor der Tat nicht kannten. In 37,05 % der Fälle lag Hausgemeinschaft vor, in 33,24 % persönliche Bekanntschaft und in lediglich 29,7 % kannten sich Opfer und Täter nicht. 

Die Unterscheidung zwischen den mit illegalen und jenen mit legalen Schußwaffen verübten Taten im Bekanntenkreis brachte folgendes schreckliche Ergebnis (10-Jahres-Durchschnitt):  

Morde nach Familienstreit  

Vier Fünftel (81,5 %) der Morde und Mordversuche mit Schußwaffen, vor denen Opfer und Täter in Hausgemeinschaft gelebt hatten, wurden mit LEGALEN Schußwaffen begangen. 

Bei den Fällen mit persönlicher Bekanntschaft waren die Tatmittel nahezu zur Hälfte legale Schußwaffen (44,7 %). Waren Opfer und Täter vor der Tat nicht bekannt, so wurden zu weniger als einem Viertel (21,2 %) legale Schußwaffen verwendet. 

166 Menschen Opfer von legalen Schußwaffen  

In absoluten Zahlen bedeutet das, in Österreich wurden im 10-Jahres-Vergleich 258 Menschen Opfer von Morden und Mordversuchen mit Schußwaffen, in denen sie mit dem Täter entweder in häuslicher Gemeinschaft oder in persönlicher Bekanntschaft lebten. In 166 Fällen handelte es sich um legale Schußwaffen. Somit steht fest, in 66,4 % der Morde und Mordversuche im Bekanntenkreis wurden legale Schußwaffen zur Tatwaffe. 

Weitere Argumente und Vorschläge für eine Waffensicherheitsgesetz hat der Verein "Waffen weg" ausgearbeitet, den Maria Navarro und Beatrice Kral - Überlebende und Verwandte von Bluttaten, die mit legalen Schußwaffen begangen wurden - 1997 gegründet haben. 

Waffen weg - Der gewaltfreie Weg e.V. 
 


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Diese Initiative wird unterstützt von Mag. Paul ARZT (Kinder- und Jugendanwalt), Gerhard BUCHLEITNER (Landeshauptmann-Stellvertreter), Dr. Luitgard DERSCHMIDT (Präsidentin der Katholischen Aktion), Manuela GAPPMAYER (Mauterndorf), Ernst KRÖLL (Landesgendarmeriekommandant), Dr. Siegfried PRANGER (Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung), Dr. Karl SCHWEIGER (Polizeidirektor), Mag. Dagmar STRANZINGER (Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg), Univ.-Prof. Dr. Barbara WICHA (Politikwissenschafterin), Spielern des SV Wüstenrot Salzburg (Franz AIGNER, Heinz ARZBERGER, Rene AUFHAUSER, Amir BRADARIC, Edi GLIEDER, Adi HÜTTER, Robert IBERTSBERGER, Richard KITZBICHLER, Manfred PAMMINGER, Heimo PFEIFENBERGER) und vielen weiteren UnterstützerInnen aus Politik, Bildung, Wissenschaft, Kirche, Kultur, Sport, Wirtschaft und Medien.
 
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